Die Könige von Sachsen


Stand: 25.06.2004 | suchen| impressum | feedback | home

König Friedrich August I. Friedrich August III. der Gerechte
(König Friedrich August I., * 23.12.1750 in Dresden, † 05.05.1827 in Dresden),
Der Geist der Französischen Revolution führte zum kursächsischen Bauernaufstand von 1790, der nur mit Einsatz des Heeres gewaltsam unterdrückt werden konnte. Sachsen beteiligte sich am sogenannten Reichskrieg gegen die Französische Republik bis 1796. Noch 1806 mit Preußen bei Jena gegen die siegreichen napoleonischen Truppen fechtend, trat Friedrich August III. auf die Seite Napoleons, schloß sich dem Rheinbund an und erhielt dafür 1806 die Königswürde.
Sachsen stellte sich im nationalen Befreiungskampf gegen die napoleonische Fremdherrschaft nicht auf die Seite Rußlands und Preußens, sondern verblieb mit der sächsischen Armee bis zur Leipziger Völkerschlacht 1813 bei Napoleon. Das hatte nach den vom Wiener Kongreß 1815 ausgehandelten Friedensbestimmungen die Abtretung von etwa zwei Dritteln des Territoriums an Preußen zur Folge.

Anton Anton der Gütige (* 27.12.1755, † 06.06.1836 in Pillnitz bei Dresden),
Durch die in seiner Regierungszeit für die Bürger spürbaren Verbesserungen erhielt er den Beinamen "der Gütige".
Der Beitritt Sachsens zum deutschen Zollverein 1833 ließ Handel, Industrie und Verkehr weiter aufblühen. Im Gefolge der Pariser Julirevolution kam es in Leipzig und Dresden zu Unruhen, in deren Ergebnis der König einer Verfassung mit den Ständen zustimmte.

König Friedrich August II. Friedrich August II. (* 18.05.1797 in Pillnitz,  † 9.08.1854 in  Brennbüchel in Tirol),
Friedrich August war Offizier in den Befreiungskriegen, zeigte aber sonst für das Militärische kaum Interesse. 
Politische Fragen löste Friedrich August II. aus reinem Pflichtgefühl. Meist berief er sich auf seine Minister. 1836 übernahm er die Regierung ohne seinen Onkel Anton, mit dem er bereits seit 1831 die Geschicke des Landes geleitetet hatte. Als ein ausgesprochen liebenswerter und intelligenter Mann war er schnell beim Volk beliebt. Die Städteordnung vom 2. Februar 1832 brachte den Städten die freie Selbstverwaltung.  Vom Frondienst und der Erbuntertänigkeit befreite die Bauern das Edikt vom 17. März 1832. Eine einheitliche Rechtssprechung für Sachsen schuf das Strafgesetzbuch von 1836.
Während der revolutionären Ereignisse 1848/49  berief er liberale Minister in die Regierung, hob die Zensur auf und erließ ein liberales Wahlgesetz.  Später änderte sich seine Haltung. Am 28. April löste Friedrich August II. das Parlament auf.

König JohannJohann (* 12.12.1801,  † 29.10.1873 in Pillnitz),
setzte sich unter Einfluß seines Ministers Beust für die grossdeutsche Loesung der Reichseinigung (unter Einschluß Österreichs) ein. Sachsen kämpfte 1866 im Österreichisch-Preußischen Krieg an der Seite Österreichs. Nach der Niederlage von Koeniggraetz trat Sachsen schließlich dem Norddeutschen Bund und 1871 dem deutschen Kaiserreich preußischer Prägung bei. Neben seiner politischen Arbeit beschäftigte Johann sich mit Literatur. Unter dem Pseudonym Philateles übersetzte er Dantes "Göttliche Komödie".

König AlbertAlbert (* 23.04.1828 in Dresden,  † 19.06.1902 in Sibyllenort bei Breslau),
führte die Einordnung Sachsens in das von Preußen geführte Reich fort. Militärisch in allen Waffengattungen ausgebildet, führte er in den Kriegen 1866 und 1870 die sächsischen Truppen an und wurde 1871 der erste sächsische Generalfeldmarschall des Deutschen Reiches. Sachsen war unter seiner Regierung ein Musterland der konstitutionellen Monarchie.

Georg Georg (* 08.08.1832 Dresden; † 15.10.1904 Pillnitz),
folgte im Alter von 70 Jahren seinem Bruder Albert auf den Thron. Seine Regierungszeit dauerte jedoch nur zwei Jahre.

König Friedrich August III. Friedrich August III. (* 25.05.1865,  † 18.02.1932 in Sybillenort),
war dem Militärischen sehr verbunden. 1913 weihte er das Leipziger Völkerschlachtdenkmal ein. Während seiner Regierung sorgte er sich um das Gleichgewicht der Kräfte zwischen Tradition und Fortschritt. Der letzte sächsische König dankte im Ergebnis der Novemberrevolution am 13.11.1918 ab, angeblich mit den Worten "Macht doch euer'n Dreck aleene!".