Die Markgrafen von Meißen


Stand: 18.04.2004 | suchen| impressum | feedback | home
Eine Mark war ein Territorialstaat an der Grenze des Deutschen Reiches. Besonders im Osten gab es viele davon, so z.B. Dänemark, Altmark, Steiermark.
Die Mark Meißen wurde 965 von Kaiser Otto I. gegründet.

ohne Bild Heinrich I. von Eilenburg (* 1070,   † 1103)
wurde durch König Heinrich IV. in Regensburg mit der Mark Meißen belehnt. Er und später sein Sohn Heinrich II. förderte in der 2. Etappe der Ostexpansion die Kolonisation der Mark durch fränkische und niederländische Bauern.

ohne Bild Heinrich II. von Eilenburg (* 1103, † September/Oktober 1123)
Heinrich II. übernahm die Mark von seinem gestorbenen Vater. Bis 1117 stand er jedoch unter der Vormundschaft seiner Mutter. 1123 wurde er vergiftet.

Konrad der Große Konrad der Große (* 1098,  † 15.02.1157 in Petersberg)
erhielt seinen Beinamen für sein politisches Gewicht und die unter seiner Herrschaft erreichte erhebliche Vergrößerung des Machtbereiches.
Er übernahm die Mark Meißen 1123 von seinem ermordeten Vetter Heinrich II.
Der Kaiser Heinrich V. belehnt jedoch Graf Wieprecht von Groitzsch mit der Mark Meißen, worauf sich Konrad mit einigen Fürsten - u.a. Lothar von Supplinburg, dem späteren König (1125) und Kaiser (1133) - verbündete und die Mark Meißen eroberte. 1125 erfolgte die Bestätigung als erbliches Lehen durch König Lothar. Durch sein gutes Verhältnis zum König erreichte Konrad bedeutende Vergrößerungen seines Herrschaftsgebietes.
1156 teilte Konrad sein Land unter seine fünf Söhne auf und verbrachte seinen Lebensabend im Kloster. Sohn Otto erhielt die Mark Meißen.

ohne Bild Otto der Reiche (* 1125,   † 18.02.1190)
Unter Otto erreichte die Kolonialisation ihren Höhepunkt. 1165 wurde Leipzig das Stadtrecht verliehen. Die Silberfunde 1168 im Gebiet des späteren Freiberg legten den Grundstein für den Reichtum der Mark Meißen.

ohne Bild Albrecht der Stolze (* 1158,  † 24.06.1195 in Krummenhennersdorf)
nahm 1188 seinen Vater gefangen, da er sich in der Erbfolge gegenüber seinem jüngeren Bruder Dietrich übergangen fühlte. Erst nach dem Einschreiten des Kaisers ließ er seinen Vater wieder frei. Seine 1190 nach dem Tod des Vaters angetretene Herrschaft war gekennzeichnet durch ständige Streitereien mit dem Bruder. Albrecht stellte sich auch offen gegen den Kaiser Heinrich VI. und starb schließlich 1195 durch Gift.

Dietrich der BedrängteDietrich der Bedrängte (* 1162,  † 17.02.1221)
Kaiser Heinrich VI. zog nach dem Tod Albrechts die Mark Meißen als Reichslehen ein und ließ sie von Altenburg aus verwalten. Die Nachricht vom Tod des Kaisers 1197 erreichte Dietrich im Heiligen Land, wo er an der Gründung des Deutschen Ritterordens teilnahm. Er eilte sofort nach Hause und erkämpfte die Herrschaft der Mark Meißen. Unterstützt wurde er dabei durch die Städte der Mark und Landgraf Hermann von Thüringen. 1199 wurde er offiziell durch König Philipp von Schwaben mit der Mark Meißen belehnt.
Dietrich machte sich durch den Aufbau einer straffen Verwaltung, die Gründung von Städten (u.a. Dresden) und den Ausbau der Verkehrswege verdient. 1221 starb auch er durch Gift.